Tiergestützte Interventionen (TGI)

'Luna' bei der Arbeit

Tiere in der Therapie psychisch kranker Menschen sind im anglo-amerikanischen Raum seit langem fester und unangefochtener Bestandteil therapeutischer Maßnahmen. Auch für das Bezirksklinikum Mainkofen ist dieser Gedanke bereits seit längerer Zeit präsent. So initiierte der Ärztliche Direktor der Klinik Prof. Dr. Wolfgang Schreiber bereits 2009 eine Bachelorarbeit, die einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Tieren in der stationären Psychiatrie bieten und gleichzeitig einen konzeptuellen Rahmen für diesen neuartigen Ansatz in Mainkofen darlegen sollte. Das darin beschriebene Konzept wurde von Silke Lederbogen als Abschlussarbeit verfasst. Heute liegt diese in Buchform vor unter dem Titel 'Tiere in der Therapie psychisch kranker Menschen - Ein Überblick über den Einsatz von Tieren in der stationären Psychiatrie‘.
Beginnend mit dem in der Abteilung Gerontopsychiatrie gestarteten Projekt mit einem externen Therapiehunde-Team wurde es bereits 2010 zum Teil umgesetzt.
Da auf immer mehr Stationen TGI-Projekte auch mit anderen Tierarten angefragt wurden, mussten allgemein-gültige Regeln aufgestellt werden.
Die Sozialpädagogin Silke Lederbogen wurde mit der Umsetzung beauftragt. Sie koordiniert und kontrolliert die eingesetzten Teams seit 2012.
Ihr Anspruch ist der professionelle Einsatz 'Tiergestützter Interventionen‘ am Bezirksklinikum. Außerdem wird durch ihre Arbeit sichergestellt, dass die in einer Klinik wichtigen Qualitätsstandards und Hygienevorschriften eingehalten und umgesetzt werden.

Was sind 'Tiergestützte Interventionen‘?

Unter diesem Überbegriff werden

  • Tiergestützte Aktivität / Förderung (TGA / TGF)
  • Tiergestützte Pädagogik (TGP)
  • Tiergestützte Therapie (TGT)

unterschieden.

Tiergestützte Aktivitäten und Tiergestützte Förderung dienen allgemein der Verbesserung der Lebensqualität und dem Wohlbefinden des Menschen. Sie können von Jedem, der mit seinem Tier zu einem Mensch-Tier-Team ausgebildet wurde, im Beisein von Fachpersonal durchgeführt werden. Die Patienten fühlen sich motiviert und  aktiviert.

Tiergestützte Pädagogik richtet sich im Kontext des Bezirksklinikums in erster Linie an Patienten im Bereich der forensischen Psychiatrie und an Patienten der Station, die sich auf Autismus-Spektrum-Störungen spezialisiert hat. Inhalte sind das Lernen und Einüben von Fertigkeiten im emotionalen und sozialen Bereich sowie motorischer Geschicke. ....weiterlesen

Tiergestützte Interventionen im Bezirksklinikum Mainkofen

Im Bezirksklinikum Mainkofen sind derzeit Hunde, Bienen, Pferde, Alpakas und Fische im Einsatz.
Den Rahmen für die Arbeit, sowohl der extern zugezogenen Teams als auch der hausinternen Teams stellt ein verbindlicher Regelkatalog dar. In diesem ist zum Beispiel festgelegt, welche Voraussetzungen die Teams erfüllen müssen in Bezug auf Ausbildung von Mensch und Tier, welche Gesundheitskontrollen zu absolvieren sind, wie die Teams versichert sein müssen und welcher Hygieneplan einzuhalten ist. Damit ist ein strukturierter Rahmen zur Qualitätssicherung garantiert, der den professionellen Einsatz erst möglich macht.    ..weiterlesen

Bienenprojekt in Mainkofen

Im Rahmen der Tiergestützten Intervention (TGI) wurde Ende Mai 2013  ein neues Projekt mit Bienen ins Leben gerufen. Der Ursprung des Gedanken war der fehlende Imker-Nachwuchs und das allgemein bekannte Bienensterben. So entstand die Idee der Betreuung von Bienenvölkern durch Patienten der Forensischen Klinik. Die Krankenschwester Gerti Zitzelsberger leitet das Bienenprojekt.   ...weiterlesen

Die Projektgruppe hat ein ausführliches Bienentagebuch erstellt.  

Kontakt:

Silke Lederbogen
Fachkreis Tiergestützte Interventionen
Tel:     09931 87 21520
Mail:   TGI@mainkofen.de

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